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Fair ist mehr

Hallenkreismeisterschaft der Grundschulen im Februar 2006: Im letzten Gruppenspiel führt die Mannschaft der Grundschule Jübek mit 1:0. Ein Unentschieden genügt zum Erreichen des Halbfinales. Kurz vor Schluss fällt der Ausgleich und Sekunden vor dem Ende schießt ein gegnerischer Spieler auf das Tor von Jübek. Der Ball prallt vom Innenpfosten gegen den Torwart und von dort aus ins Feld zurück. Es ist nicht eindeutig zu sehen, ob der Ball hinter der Linie war oder nicht. Der Schiedsrichter gibt das Tor nicht. Das Spiel ist beendet und Jübek war sicher im Halbfinale.In der Kabine kommen der Torwart und zwei Feldspieler auf ihren Betreuer zu und sagen, dass der Ball im Tor war. Er erklärt ihnen, dass die Schiedsrichterentscheidung dennoch gültig sei, wenn es aber die Mannschaft möchte, kann er die Turnierleitung informieren und eine Umwertung erzielen. Das bedeutet jedoch, dass die Mannschaft sehr wahrscheinlich keine Chance mehr hat das Halbfinale zu erreichen, es stand noch ein Gruppenspiel aus und nur bei einem sehr günstigen Ergebnis würde Jübek ins Halbfinale einziehen.Die Mannschaft von Jübek jedoch entscheidet sich einstimmig dafür, die Turnierleitung zu informieren. Das Spiel wird umgewertet. Die Grundschule Jübek scheidet aus, kann ihren Titel nicht verteidigen und nicht zur Bezirksendrunde reisen.
Die Spieler fuhren zwar enttäuscht, aber mit einem guten Gefühl nach Hause.Beachtenswert, dass sich die jungen Spieler trotz der Konsequenzen für diesen fairen Weg entschieden haben. Für sie war Fair Play wichtiger als die Titelverteidigung!
Wegen dieses vorbildlichen Verhaltens wurde die Schulmannschaft der Grundschule Jübek im Rahmen der DFB-Aktion „Fair ist mehr“ mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.
FIFA-Fairplay-Tag in der Woche vom 18. – 24. September 2006
Gemeinsam für Fairplay
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH rufen bundesweit alle Spieler, Schiedsrichter, Fans und Offiziellen dazu auf, sich am FIFA-Fairplay-Tag für die Fairplay-Förderung einzusetzen. Der zehnte weltweite FIFA-Fairplay-Tag findet in der Woche vom 18. bis 24. September 2006 im Rahmen einer anderen wichtigen Veranstaltung statt: des Weltfriedenstags der Vereinten Nationen (21. September), der alle Nationen und Völker dazu aufruft, die Konflikte weltweit ruhen zu lassen.Unter dem Banner des Fußballs und des Fairplay möchte die Fußballfamilie deshalb den Weltfriedenstag begehen. Diese Initiative wird auch von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter unterstützt.„Fairplay ist für unseren Sport und seine Akteure grundlegend“, betonen DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Liga-Präsident Werner Hackmann. „Wir müssen das Fairness-Gebot hochhalten und seine Gültigkeit für alle zukünftigen Generationen sichern. Wir rufen die Fußballfans von Deutschland dazu auf, mit uns den FIFA-Fairplay-Tag und den Weltfriedenstag zu begehen.“FIFA-Präsident Blatter verweist auf die eminent wichtige Rolle von Fairness im Sport und die Notwendigkeit, Fairplay im Sport – insbesondere bei Kindern – zum Durchbruch zu verhelfen. „Kinder brauchen starke Werte. Der Fußball als Mannschaftssport lehrt ihnen Disziplin, Achtung, Teamgeist und Fairness – auf dem Platz wie im Leben“ und er fügt an: „Die FIFA-Fairplay-Kampagne geht über das reine Fairness-Gebot auf dem Spielfeld hinaus. Fairplay soll in der ganzen Gesellschaft zur Selbstverständlichkeit werden – beginnen wir jetzt, mit den Kindern.“Der FIFA-Präsident weiter: „Dem Weltfriedenstag wird zumeist mit einer Schweigeminute oder einer Gedenkfeier gedacht. Die FIFA ruft ihre Mitgliedsverbände dazu auf, den Tag auf dem Rasen zu begehen, den Fairplay-Gedanken in den Vordergrund rücken und die Fußballfamilie an die Bedeutung von Frieden und des Engagements für Frieden erinnern.“
Der weltweite Fairplay-Tag wurde 1997 eingeführt und gelangt in diesem Jahr zum zehnten Mal und zum dritten Mal in Verbindung mit dem Weltfriedenstag zur Austragung. In früheren Jahren wurde der Tag in Dutzenden von Ländern mit verschiedensten Gemeinschaftsprojekten auf Stufe des Breiten- wie des Profifußballs gefeiert.
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