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10 Jahre Tag des Sports der SHFV war dabei

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Regen war der einzige Spielverderber

Tag des Sports präsentierte sich mit gewohnt vielfältigem Programm – Schlechtes Wetter trieb die Besucher in die Hallen

Von Frank Molter Kieler Nachrichten

Kiel – An der Organisation des Landesportverbandes (LSV) lag es sicher nicht, dass die Besucherzahl beim gestrigen Tag des Sports weit unter der der Vorjahre lag. Es war das Wetter, das Kiels Breitensportklassiker ausgerechnet zu dessen zehntem Geburtstag einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte.
Bei über 100 Mitmachaktionen ließen sich viele Hartgesottene in ihrem Bewegungsdrang trotzdem nicht stoppen. Sebastian Castringius war einer von ihnen. Mit Kind und Kegel lief der 37-jährige Fußballfan die Stationen auf der Moorteichwiese ab und wurde auf der Suche nach einer neuen Leidenschaft beim Baseball fündig. „Noch nie gespielt", rief er aus dem grünen „Käfig", in dem die Kieler Seahawks eine Ballmaschine installiert hatten und zum Schlagen einluden. Der Rechtsanwalt zog sich achtbar aus der Affäre. Acht von zehn Bällen traf er. „Nicht schlecht", murmelte einer der Standbetreuer.
Frei dem gern bemühten norddeutschen Motto, es gäbe an solchen Tagen nur schlechte Kleidung, waren knapp 20000 Besucher über das Veranstaltungsgelände des LSV am Winterbeker Weg gepilgert. 1000 ehrenamtliche Helfer präsentierten Vereine und Verbände und hatten von Aikido bis zu Zirkus-Vorführungen ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Neben Dauerbrennern wie Fußball, Handball oder Hockey lockten mit Kirschkernweitspucken, Sambo, Indiaca oder Quigong auch Exoten an die Vorführstände.
Auf der LSV-Medienbühne vor dem Haus des Sports führte derweil Moderator Christian Pipke durch das achtstündige Programm und begrüßte beim „Promi-Treff" unter anderem Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, für den Sport in Schleswig-Holstein auch ohne Fußball-Bundesliga-Mannschaft „einfach Spitze ist." Als weiterer „Stargast" ermittelte die frisch gebackene Deutsche Meisterin im Beachvolleyball, Sara Goller, den Gewinner der „Mitmacholympiade".
Am Mittag kam der große Regen. Kein Wunder, dass es die vielen Familien und Sportbegeisterten anschließend in die umliegenden Hallen zog. In der Stralsundhalle füllten sich beispielsweise die Tribünen beim Internationalen Städtevergleichskampf der Ringer des TuS Gaarden. In den Disziplinen Freistil und Griechisch-römisch demonstrierten Vereine aus Hamburg, Lübeck und Kiel den olympischen Ringkampf. „50 Prozent der Teilnehmer sind Migranten", erklärte TuS-Spartenleiter Georges Papaspyratos, der sich seit vielen Jahren für die Integration ausländischer Jugendlicher einsetzt und einen stetigen Zuwachs beim Ringernachwuchs ausmacht. „Wir haben mal mit 15 Sportlern angefangen. Heute sind wir schon 90."
Der aktuelle Stand der Versteigerungen der WM-Schilder „Willkommen" sowie Details zur Gebotsabgabe können ab heute unter Tel. 0431/6486-0 erfragt werden. Die Auktion endet am 3. Oktober.

 

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