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Pressestimmen zum Projekt Zukunftsentwicklung im SHFV
Der außerordentliche Beirat des SHFV hat am 26.8.2006 in der Sportschule Malente richtungweisende Entscheidungen für den außerordentlichen Verbandstag am 23.September 2006 in Neumünster getroffen.
Der Beirat hat entschieden, daß zukünftig im Seniorenbereich die Einteilungen bestehen aus:
Nord-West: SL/NF/Flensburg/ Dithmarschen
Nord-Ost: RD-Eck/Kiel/Plön
Süd-West: Steinburg/Segeberg/Neumünster
Süd-Ost: OH, Lübeck, Stormarn und Herz.Lauenburg
Bezüglich der Auf- und Abstiegsregelungen im Qualifikationsjahr wurde festgelegt, dass der Meister der Bezirksliga in die Verbandsliga aufsteigt, der Kreisligameister sich über eine Relegation für den Aufstieg in die Verbandsliga qualifizieren kann. Die Regelabsteiger der Bezirksoberliga werden in die Kreisliga absteigen. Den Umfang der Relegation ( Anzahl der Mannschaften in der Relegation) sollen jeweils in den Regionen bis zum Verbandstag unter Beachtung von Grundsätzen festgelegt werden.
Auf dem außerordentlichen Verbandstag stehen nun folgende Themen zur Entscheidung an:
- neue Gliederung des Verbandes Auflösung der Bezirke
- neue Orgastruktur des Verbandes Anpassung der Vorschriften über Ausschüsse und Gerichte
- Einführung einer Jugendgerichtsbarkeit
- Spielklassenreform
Spielklassen-Reform im Fußball: Auf- und Abstiegsfragen geklärt
180 Fußball-Mannschaften spielen zurzeit in Schleswig-Holstein auf Verbands- und Bezirksebene.
Nach der Spielklassen-Reform zur Saison 2008/2009 bleibt mit 86 Teams nur knapp die Hälfte übrig. Für 94 Vereine heißt es dann, in den 14 Kreisligen einen Neuanfang zu starten. Jetzt stehen alle Rahmenbedingungen für die Reform, damit sind auch die letzten brennenden Fragen – wer absteigen muss, und wer aufsteigen kann – geklärt.
In der nächsten Saison wird es ernst. Die Qualifikations-Serie zur Struktur-Reform im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) beginnt und endet mit großen Veränderungen in der Fußball-Landschaft. Hintergrund dieser riesigen Umwälzung: Die Stärkung der Leistungsklassen und der Kreise, die auf Grund sinkender Mannschaftszahlen zuletzt immer mehr ausgeblutet sind. Auf der SHFV-Beiratssitzung am vergangenen Wochenende in Kiel wurde nun die letzte Hürde mit den Auf- und Abstiegsfragen genommen. Zwar fällt die Entscheidung erst auf dem Verbandstag am 23. September, aber Bernd Bleitzhofer glaubt, dass die Abstimmung nur noch Formsache ist. „Der Auf- und Abstieg wird regional intern geregelt“, erklärt der Vorsitzende des Kreisfußballverbandes (KFV) Flensburg, der in Kiel dabei war.
Für die neue Verbandsliga Nordwest mit den Kreisen Flensburg, Schleswig, Nordfriesland und Dithmarschen sehen die drei Eckpunkte folgendermaßen aus:
Die Klasse unterhalb der Schleswig-Holstein-Liga (die jetzige Verbandsliga) erhält 18 Plätze, weil vier Kreise zum Nordwesten gehören. Insgesamt wird es vier neue Verbandsligen geben, von denen zwei mit 18 und zwei mit 16 Vereinen (drei Kreise angeschlossen) besetzt sind.
Nach dem jetzigen Stand würden Dithmarschen fünf Plätze in der Verbandsliga Nordwest zustehen. Ausschlaggebend sind die Mannschaftszahlen zum 1. Januar 2007.
Von den 13 Plätzen für den jetzigen Bezirk Nord sind zwei reserviert. Zum einen steigt der Bezirksliga-Meister auf. Zum anderen spielen die drei Kreisliga-Meister aus Flensburg, Schleswig und Nordfriesland mit dem besten Bezirksoberligisten, der sich nicht direkt qualifiziert hat, eine einfache Relegationsrunde um den Aufstieg aus.
Da der BOL-Meister in die neue Schleswig-Holstein-Liga rückt, reicht im einfachen Fall Platz zwölf in der Bezirksoberliga, um sich sportlich für die Verbandsliga Nordwest zu qualifizieren. Platz 13 würde in die Relegation mit den Kreisligisten gehen. Steigen jedoch Nordvertreter aus der jetzigen Verbandsliga ab, sinkt entsprechend die Platznorm in der Bezirksoberliga. In Dithmarschen erhält der Kreisliga-Meister ebenfalls eine Relegationschance. Und sollte der Bezirksliga-Meister im Westen aus Dithmarschen kommen, steigt auch er auf.
„Eine Platzgarantie für Mannschaften – wie in Dithmarschen – wird es für die drei Nord-Kreise nicht geben. Darauf haben wir uns verständigt“, sagt Bleitzhofer. „Die sportliche Qualifikation stand von vornherein obenan.“ Das heißt: Aus der Bezirksoberliga steigen definitiv die Bestplatzierten auf, egal aus welchem Verband sie kommen.
Auch im Kreis könnten noch Neustrukturierungen anstehen. Thomas Ostermeyer, Vorsitzender des KFV Schleswig, hat angefragt, ob man die Kreisligen Schleswig und Flensburg nicht zusammenlegen sollte. „Bislang ist das aber nur eine Diskussionsbasis“, erklärt sein Flensburger Amtskollege. Allerdings: „Wenn wir das machen, dann zur Saison 2008/2009.“
Nicht kommen wird die Kreisoberliga. Das hat der SHFV-Beirat entschieden. „Das wäre sowieso eine Mogelpackung gewesen“, sagt Bleitzhofer. Sein Spielausschussvorsitzender „Luggi“ Leitner sieht das anders. Er hätte die Kreisoberliga gerne über der Kreisliga eingeführt – sozusagen „aus psychologischen Gründen“.
Jochen Hebbeln
Gegner aus Segeberg und Steinburg rücken immer näher
Bad Malente sas
Neumünsters Kicker müssen sich offenbar neu orientieren. Wer nach der Neuschneidung der Fußball-Landkarte Schleswig-Holsteins ab 2008/2009 in der neuen Verbandsliga antritt – diese wird die jetzige Bezirksoberliga ablösen, die Bezirksliga entfällt komplett –, bekommt es voraussichtlich in einer 16er-Staffel mit Klubs aus den Kreisen Segeberg und Stormarn zu tun. Gegner aus den Kreisen Kiel und Rendsburg/Eckernförde werden dann der Vergangenheit angehören. Der Beirat des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV) machte auf einer Sitzung in Bad Malente den entsprechenden Weg dafür frei.
Bei einer Enthaltung stimmte der SHFV-Beirat einem Vorschlag des Kreisfußballverbandes (KFV) Plön zu. Dieser sieht vor, dass Plön nach der Neuschneidung nicht dem Süden zufällt, sondern – anstelle von Neumünster – weiterhin gegen Klubs aus Kiel und Rendsburg/Eckernförde antritt (16 Teams). Die Vertreter der Schwalestadt ersetzen Stormarn, das eigentlich mit Segeberg und Steinburg einen Aufsteiger in die künftige Schleswig-Holstein-Liga (jetzige Verbandsliga) ausspielen sollte, nun aber doch – wie bisher – Lübeck, Ostholstein sowie Lauenburg zugeordnet werden soll (18 Klubs). Die vierte Verbandsliga, die so genannte Nord-Staffel, bleibt von alledem unberührt, wird sich aus Dithmarschen, Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und Flensburg zusammensetzen (18 Teams).
Nachdem der SHFV-Beirat zugestimmt hat, ist jetzt noch eine Hürde zu nehmen: Auf dem außerordentlichen SHFV-Verbandstag, der am 23. September entgegen der Satzung in Neumünster und nicht in Kiel stattfinden wird, muss das „Plöner Modell“ noch abgesegnet werden. Insider halten dies für eine Formsache, wobei für den Frauenfußball und den Nachwuchs auf vergleichbarer Ebene allerdings noch keine Lösung in Sicht ist.
Neumünster bekäme in der künftigen Verbandsliga Südwest vier Startplätze. Bliebe es bei der alten Konstellation mit Kiel und Rendsburg/Eckernförde, wären es nur drei. Entscheidend für die Qualifikation wird ausschließlich die Saison 2007/2008 sein. Wer am Ende der Serie auf den Regelabstiegsplätzen der derzeitigen Bezirksoberligen rangiert, wird richtig in den sauren Apfel beißen. Denn diese Teams werden direkt in die Kreisliga durchgereicht – so hat es der SHFV-Beirat bereits beschlossen –, während die drei Kreismeister aus Neumünster, Segeberg und Stormarn sowie drei Bezirksligisten (aus den betroffenen Kreisen) in einer Aufstiegsrunde einen Qualifikanten für die Südwest-Verbandsliga ermitteln. Der genaue Modus soll auf einer Arbeitstagung der drei Kreise am 7. September festgelegt und tags darauf dem SHFV mitgeteilt werden.
„Den Sturz der Bezirksoberligisten in die Kreisliga hätten wir gerne verhindert, mit dem Rest sind wir als KFV zufrieden. Denn die Neuschneidung hat ihre Reize, und die neue Verbandsliga Südwest wäre nach aktuellem Stand sehr attraktiv“, betonte Neumünsters KFV-Vorsitzender Stephan Beitz.
So sähe die Verbandsliga Südwest 2008/2009 nach dem Stand vom Saisonende 2005/2006 aus: TSV Wankendorf, Polizei-SV Union, TuS Nortorf, TS Einfeld (alle KFV Neumünster), Kaltenkirchener TS, Leezener SC, SV Schwarz-Weiß Westerrade, SV Henstedt-Rhen II, Bramstedter TS, SC Rönnau 74 (alle KFV Segeberg), Itzehoer SV, MTSV Hohenwestedt, VfR Horst, Alemannia Wilster, VfL Kellinghusen (alle KFV Steinburg) plus ein Qualifikant.
Vorschlag des Kreisfußballverband Plön fand Unterstützung.
Kreis Plön - Sehr erleichtert und hoch erfreut zeigte sich der Vorsitzende der Kreisarbeitsgruppe „Zukunftsentwicklung" im Kreisfußballverband Plön, Lutz Schlüsen, über den einstimmigen Beschluss (bei einer Enthaltung) des Beirates im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband zur zukünftigen Staffeleinteilung der Verbandsliga. Schlünsen: „Nach dem Beschluss vom März diesen Jahres und der Staffelzuordnung des KFV Plön zu den Kreisfußballverbänden Lübeck, Ostholstein und Herzogtum Lauenburg zeigten wir uns doch sehr enttäuscht und betroffen. Für unseren Kreisfußballverband war das die unglücklichste aller bis dahin aufgezeigten Varianten. Es ist doch sehr erfreulich, dass unser kurzfristige Vorstoß Ende Juli mit neuen Möglichkeiten jetzt noch einmal auf Gehör stieß."
Zukünftig können die Mannschaften aus dem KFV Plön sich wieder mit ihren „alten Bekannten" aus Kiel und Rendsburg-Eckernförde begegnen und werden die kommende Verbandsliga Nord-Ost bilden. „Eine besondere Rolle kam dem KFV Neumünster zu, deren Dank wir ausdrücklich erwähnen möchten", so Lutz Schlünsen, der auch noch einmal betonte, alles zum Wohle des KFV Plön „auf die Beine" gestellt zu haben. Man habe für die Vereine im KFV Plön aber nicht nur die optimale Lösung erreicht, auch bei landesweiter Betrachtung sei die aus der Sicht der zu bewältigenden Entfernungen für alle Fußballverbände eine gute Entscheidung.
Jedoch das „letzte Wort" beanspruchen die Delegierten des außerordentlichen Verbandtages, der am 23. September in Kiel stattfinden wird. Schlünsen: „Da gilt es noch einmal, die Daumen zu drücken. Aufgrund der Vorberatungen, der einmütigen und wegweisenden Entscheidungen des Beirates, sehe ich diesem Verbandstag in Kiel aber zuversichtlich entgegen." - rs
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