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Es ist Zeit gemeinsam die Zukunft zu gestalten.......
Die vom Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) auf der Grundlage des Verbandstagsbeschlusses von 2003 eingesetzte Projektgruppe „Zukunftsentwicklung" hat erste Vorschläge für eine neue Spielklassenstruktur oberhalb der Kreisebene erarbeitet und kürzlich den Kreisen und Bezirken in vier Regionalveranstaltungen (Kiel, Tarp, Kellinghusen und Klein Rönnau) präsentiert. In den Vorschlägen der Projektgruppe sind die Daten einer an alle Vereine im SHFV gerichteten Fragebogenaktion ebenso berücksichtigt worden, wie die Faktoren eines massiven demographischen Wandels (Überalterungsphase vieler Herrenmannschaften seit Jahren bei gleichzeitigem Fehlen nachwachsender Spieler), der Attraktivitätssteigerung der Kreisebene (unter Auflösung der Bezirksebene) und die Stärkung des leistungsorientierten Verbandsspielbetriebes. Alle vorgestellten Ergebnisse sind nach den Regeln eines Projektmanagements „von der Basis für die Basis" und nicht „von oben am grünen Tisch" erarbeitet worden und berücksichtigen in angemessenem Umfang ökonomische Gesichtspunkte wie beispielsweise Zeitaufwand und Kosten. Gleichwohl ist dennoch ein intensiver Diskussionsprozess zu erwarten. Einen ersten Vorgeschmack darauf haben Manfred Möller (Leiter der Projektgruppe) und Jörn Felchner (Geschäftsführer des SHFV) bei ihrer regionalen Präsentation erhalten. „Hierbei muss jedoch der Fußball in Schleswig-Holstein insgesamt gesehen werden und zwar losgelöst von bisherigen Strukturen sowie auch lieb gewordenen persönlichen Verbindungen", lobt der im SHFV-Präsidium zuständige Vizepräsident Hans-Ludwig Meyer die „gute und sachgerechte Arbeit" der Projektgruppe, die bei den Vorschlägen für ein neues Spielklassensystem den zukünftigen Anforderungen Rechnung getragen habe.
Die vom Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) auf der Grundlage des Verbandstagsbeschlusses von 2003 eingesetzte Projektgruppe „Zukunftsentwicklung" hat erste Vorschläge für eine neue Spielklassenstruktur oberhalb der Kreisebene erarbeitet und kürzlich den Kreisen und Bezirken in vier Regionalveranstaltungen (Kiel, Tarp, Kellinghusen und Klein Rönnau) präsentiert. In den Vorschlägen der Projektgruppe sind die Daten einer an alle Vereine im SHFV gerichteten Fragebogenaktion ebenso berücksichtigt worden, wie die Faktoren eines massiven demographischen Wandels (Überalterungsphase vieler Herrenmannschaften seit Jahren bei gleichzeitigem Fehlen nachwachsender Spieler), der Attraktivitätssteigerung der Kreisebene (unter Auflösung der Bezirksebene) und die Stärkung des leistungsorientierten Verbandsspielbetriebes. Alle vorgestellten Ergebnisse sind nach den Regeln eines Projektmanagements „von der Basis für die Basis" und nicht „von oben am grünen Tisch" erarbeitet worden und berücksichtigen in angemessenem Umfang ökonomische Gesichtspunkte wie beispielsweise Zeitaufwand und Kosten. Gleichwohl ist dennoch ein intensiver Diskussionsprozess zu erwarten. Einen ersten Vorgeschmack darauf haben Manfred Möller (Leiter der Projektgruppe) und Jörn Felchner (Geschäftsführer des SHFV) bei ihrer regionalen Präsentation erhalten. „Hierbei muss jedoch der Fußball in Schleswig-Holstein insgesamt gesehen werden und zwar losgelöst von bisherigen Strukturen sowie auch lieb gewordenen persönlichen Verbindungen", lobt der im SHFV-Präsidium zuständige Vizepräsident Hans-Ludwig Meyer die „gute und sachgerechte Arbeit" der Projektgruppe, die bei den Vorschlägen für ein neues Spielklassensystem den zukünftigen Anforderungen Rechnung getragen habe.
Die Vorschläge sehen vor….
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die jetzigen zehn Staffeln auf Verbands- und Bezirksebene (eine Verbandsliga, vier Bezirksoberligen und fünf Bezirksligen) auf fünf zu reduzieren. In einer zweijährigen Übergangsphase soll die Verbandsliga zur Schleswig-Holstein-Liga werden. Darunter soll es zunächst zwei Verbandsligen (Nord und Süd) sowie vier Verbandsklassen geben. Nach der Übergangsphase sollen ab 2010 die Verbandsklassen aufgelöst und unter der Schleswig-Holstein-Liga vier Verbandsligen gebildet werden. Darunter wären dann unmittelbar (wegen des Wegfalls der Bezirke) die Kreisligen angesiedelt. Eine ähnliche Struktur ist auch für den Frauenbereich angedacht. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus den Anlagen.
Das weitere Verfahren….
sieht in den nächsten Wochen Diskussionen der Vereine auf Kreisebene vor. Die Erkenntnisse daraus werden anschließend von der Projektgruppe „Zukunftsentwicklung" aufbereitet. Das „Gesamtpaket" wird dem Beirat des SHFV Anfang November 2005 vorgelegt. Letztendlich soll die neue Spielklassenstruktur dem Verbandstag 2007 zur Beschlussfassung vorgelegt werden
Zur Spielklassenreform im Fußball Von Andreas Geidel Kieler Nachrichten
Der Kurs stimmt
Kein Zweifel, die Führungsriege des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV) hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Nur ungenügend bis gar nicht in die Planungen eingebunden hatten die Delegierten des Verbandstages 2003 der SHFV-Spitze beim ersten Versuch einer Spielklassen- und Strukturreform die rote Karte gezeigt. Anno 2005 ist vieles anders, besser.
„Von der Basis für die Basis" – so der aktuelle Tenor der vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Projektgruppe „Zukunftsentwicklung". Hier arbeiten erfahrene Funktionäre Seite an Seite mit Vertretern aus Kreisen und Bezirken. Fragebögen zu diesem Thema gingen an alle Clubs zwischen den Meeren. Demokratischer geht’s kaum.
Einigkeit herrscht darüber, dass die Landkarte des schleswig-holsteinischen
Fußballs neu gezeichnet werden muss. Sinkende Geburtenraten, abnehmende Mannschaftsmeldungen,
Überalterungen bei Herrenteams – die Realität zwingt zum Handeln.
Konzentration der Qualität statt verwässernder Quantität – an diesem Leitsatz orientiert sich die Reduzierung leistungsorientierter Mannschaften oberhalb der Kreisebene. Als Gewinner dürfen sich bei der Umsetzung des angedachten Modells aber auch die Freizeitkicker der unteren Klassen fühlen. Die Fahrten zu den Spielen bleiben kurz, die Attraktivität der Begegnungen wächst durch den Wegfall der Bezirke.
Nicht zuletzt trägt auch die Verschlankung des Verwaltungsapparates (weniger Ausschüsse, weniger Sportgerichte usw.) dem stetig abnehmenden Interesse am Ehrenamt Rechnung. Kein Zweifel, der Kurs des SHFV stimmt.
Fußball-Reform: Keine Zukunft für die Bezirke
Ab 2010 nur noch fünf statt zehn Leistungsklassen in Schleswig-Holstein?
Von Andreas Geidel Kieler Nachrichten
Die Verschlankung der Verwaltungsbereiche, die Stärkung des leistungsorientierten Spielbetriebes unter der Berücksichtigung der demographischen Entwicklung und die Attraktivitätssteigerung des Freizeitbereiches – diese drei Hauptziele versucht die Projektgruppe „Zukunftsentwicklung“ des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV) mit ihrem gestern offiziell vorgestellten Modell einer grundlegenden Strukturreform zu realisieren. Die Vorschläge sehen unter anderem vor, im Herrenbereich die jetzigen zehn Staffeln auf Verbands- und Bezirksebene (eine Verbandsliga, vier Bezirksoberligen und fünf Bezirksligen) auf fünf zu reduzieren. Ab dem Spieljahr 2008/ 2009 soll in einer zweijährigen Übergangsphase die Verbandsliga zur Schleswig-Holstein-Liga werden. Darunter soll es zunächst zwei Verbandsligen (Nord und Süd) sowie vier Verbandsklassen (Nord I, Nord II, Süd I, Süd II) geben. Ab 2010 ist die Auflösung der Verbandsklassen geplant. Unter der Schleswig-Holstein-Liga sollen dann auf der neuen Fußball-Landkarte vier Verbandsligen (Nord I, Nord II, Süd I, Süd II) eingezeichnet sein. Direkt darunter wären wegen des Wegfalls der Bezirke die Kreise angesiedelt. Folgenden regionalen Zuschnitt hält die Projektgruppe unter Leitung Manfred Möllers und des SHFV-Geschäftsführers Jörn Felchner für denkbar:
Nord I: KFV Flensburg, Nordfriesland, Schleswig und Dithmarschen.
Nord II: Kiel, Rendsburg-Eckernförde und Neumünster.
Süd I: Lübeck, Ostholstein, Plön und Lauenburg.
Süd II: Steinburg, Segeberg und Stormarn.
In der angedachten Neuordnung, so Reinhard Gusner (SHV-Beauftragter für Kommunikation), seien die Daten einer an alle Vereine im SHFV gerichteten Fragebogenaktion ebenso berücksichtigt worden wie die Konsequenzen aus dem sich seit Jahren abzeichnenden Negativtrend bei den Mannschaftszahlen und der zunehmenden Überalterung der Herrenmannschaften mangels Masse an nachrückenden Juniorenspielern. Das jetzige Spielklassensystem beruhe, so der SHFV, auf der Annahme, dass in den jüngsten Kicker-Jahrgängen in gleicher Zahl stetig Spieler nachwachsen. Wissenschaftliche Untersuchungen indes hätten ergeben, dass ab 2008 jährlich mit drei bis fünf Prozent weniger Schülern pro Einschulungsjahrgang zu rechnen sei.
Die Prognose zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis 2050 bestätigt den Handlungsbedarf im Fußball: Zählte das Statistische Bundesamt 2000 noch 17,49 Millionen junge Menschen unter 20 Jahren, so werden für 2050 nur noch 11,46 Millionen erwartet. Dieser demographische Wandel mache die Reduzierung der Anzahl der über der Kreisebene organisierten Leistungs-Staffeln erforderlich. Gusner: „Die Bezirksebene als Spielplattform hat sich überlebt.“ Ähnliche Strukturen wie im Herrenbereich sind auch im Frauenund Jugendbereich angedacht.
Bis Ende September haben die Vereine laut Gusner Gelegenheit zu Rückmeldungen an den SHFV-Vorstand. Gestärkt oder um Alternativvorschläge von der Fußball-Basis bereichert, wird die Projektgruppe im November dem SHFV-Beirat das Diskussionspaket „Spielklassenreform“ präsentieren. Zu Beschlussfassung kommen soll die Reform dann beim Verbandstag 2007.
Der SHZ berichtete
Neuordnung im Fußball: Von der Verbandsliga direkt in die Kreisliga
SHFV-Vorstand Hans-Ludwig Meyer: Die Vereine müssen sich umstellen / Bezirke sollen abgeschafft werden / Start zum Spieljahr 2008/2009 / Vereine wurden befragt
von Jürgen Muhl SHZ
Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) strebt eine umfassende Strukturreform der Klasseneinteilung an. Wie bereits berichtet, soll ab Spieljahr 2010 als oberste Spielklasse die Schleswig-Holstein-Liga ins Leben gerufen werden, darunter folgen vier Verbandsligen und dann 12 oder 14 Kreisligen. In einer Zwischenlösung von 2008 bis 2010 sind zwischen zwei Verbandsligen noch vier Verbandsklassen oberhalb der Kreisligen vorgesehen. Bezirksligen fallen weg.
In einem Gespräch mit unserer Zeitung erläuterten gestern der Vizepräsident des SHFV Hans-Ludwig Meyer, und Geschäftsführer Jörn Felchner Hintergründe der Reform.
Es gebe bereits jetzt Anzeichen für eine schnelle Umsetzung. Eine Reihe von Vereinen, so Meyer, plädiert für eine komplette Umsetzung bereits ab dem Jahr 2008 und will somit auf die angedachte Zwischenlösung verzichten. „Das heißt natürlich für einige Clubs, dass sie durchgereicht werden könnten, so zum Beispiel von der Verbandsliga in die Kreisliga“, gibt Hans-Ludwig Meyer zu bedenken und fügt hinzu, die Vereine müssten sich umstellen.
Am 5. November dieses Jahres wird der SHFV-Beirat die ersten Weichen stellen. Im Rahmen einer Fragebogenaktion hatten 55 Prozent aller 602 Vereine, die dem Verband angehören, über zunehmende Probleme geklagt. So ist die Zahl der Mannschaften vom Jahr 2000 bis 2004 von 1144 auf jetzt gut 1000 Teams zurückgegangen. Die Mehrzahl der Vereine führt Spieler- und Trainermangel als Problemfelder an. „In den zukünftigen Leistungsstaffeln bis hinunter zur Kreisliga wird nach unserem Konzept das Niveau stärker“, ist Geschäftsführer Felchner überzeugt. Unterhalb der Kreisligen könne es so viele Kreisklassen geben, wie es jeder Kreisfußballverband wünsche.Letztendlich wird der Verbandstag im Jahr 2007 die Entscheidung herbeiführen.
Der SHFV will die Schleswig-Holstein-Liga einführen
Der Fußball in Schleswig-Holstein steht vor einschneidenden Veränderungen in der Spielklasseneinteilung. Gestern wurden erste Details bekannt, die von der „Projektgruppe Zukunftsentwicklung“ im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) ausgearbeitet worden sind. Der Verbandstag 2007 wird eine endgültige Entscheidung herbeiführen. Der SHFV reagiert mit diesem Konzept auf die stark zurück gegangene Zahl der Vereinsmannschaften. Betroffen sind alle Bereiche von den Herren bis zur Jugend.
Bereits im Spieljahr 2008/2009 sollen übergangsweise die ersten Veränderungen wirksam werden, bevor 2010/2011 die gesamte Reform vollzogen wird.
Höchste Klasse im Herren-Fußball wird die Schleswig-Holstein-Liga mit 16 Mannschaften an Stelle der heutigen Verbandsliga. Davon soll es in Zukunft zwei unterhalb der S-H-Liga geben, die Verbandsligen Nord und Süd. Dithmarschen kommt zum Norden, Plön zum Süden.
Unter den Verbandsligen folgen zwei Verbandsklassen, Bezirks-Oberligen und Bezirksligen wird es nicht mehr geben. Dafür rollt der Ball in landesweit 14 Kreisligen. „Ein Ziel ist es, die Spielstärke der Mannschaften zu verbessern“, erläuterte gestern der Vizepräsident des SHFV Hans-Ludwig Meyer. Außerdem solle die Bürokratie abnehmen: Weniger Vorstände, weniger Ausschüsse, weniger Sportgerichte.
Neue Fußball-Klassen ab 2008 – Trainer sind skeptisch
Bericht der Lübecker Nachrichten
Schleswig-Holsteinischer Verband reagiert auf Überalterung im Herrenbereich und will Bezirke abschaffen
Die Kinder kicken mit wachsender Begeisterung, die Erwachsenen immer seltener. Während der DFB aktuell eine Steigerung bei der Zahl der organisierten Jugend-Fußballer vermeldet (2 081 912), beschäftigt sich der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV*) schon seit 2003 mit dem Problem der Überalterung im Herrenbereich und dem prognostizierten Mitgliederschwund in den nächsten Jahren. Jetzt hat die Projektgruppe „Zukunftsentwicklung" ihre Vorschläge zu einer Strukturreform präsentiert, will weniger Leistungsklassen und die Bezirksebene komplett abschaffen:
Ab der Saison 2010/2011 sollen eine Schleswig-Holstein-Liga sowie darunter vier Verbandsligen nach regionalen Gesichtspunkten eingeführt werden. Darunter beginnt die Kreisebene mit jeweils einer Kreisliga und beliebig vielen Kreisklassen. D In einem Zwischenschritt soll zuvor zwei Spielzeiten lang (’08/’09 und ’09/10) unterhalb der Schleswig-Holstein-Liga in zwei Verbandsligen (Nord, Süd) und vier Verbandsklassen gespielt werden. Die Bezirksebene entfällt demnach bereits ab 2008 komplett.
Die vier Verbandsligen (Verbandsklassen) werden nicht wie die derzeitigen Bezirke sortiert. Im Bereich „Süd I" spielen der KFV Lübeck, Ostholstein, Plön und Lauenburg, in „Süd II" Segeberg, Steinburg und Stormarn.
Die Vorschläge sind das Ergebnis einer Umfrage unter den Vereinen, die sich vor allem für zwei Aspekte stark machen: Die Kreisligen sollen attraktiver, der Leistungsgedanke in den Verbandsspielklassen gestärkt werden. Überraschend daran: Obwohl sich laut Verband 331 der 602 Klubs (55 Prozent) an der Umfrage beteiligten, waren die meisten Trainer der Mannschaften im Bezirk auf LN-Anfrage völlig überrascht von den Plänen. Entsprechend zurückhaltend fielen die Reaktionen aus:
Heino Baumann (TSV Neustadt): „Die jetzigen Ligen sind attraktiv. Zwei Verbandsligen Nord und Süd wären so unattraktiv wie früher die Landesligen." Murat El Mensi (FC Dornbreite): „Das jetzige System hat sich bewährt. Aber wenn man eine Funktionärsebene einsparen und die Organisation straffen kann, ist das nicht schlecht. Man muss aufpassen, dass der Schritt von den Kreisligen in die künftigen vier Verbandsligen nicht zu groß wird."
Stefan Melahn (Groß Grönau): „Die Übergangsphase wird bestimmt schwierig. Denn die damaligen Landesligen Nord und Süd unterhalb der Verbandsliga waren sportlich längst nicht so reizvoll und wegen zu hoher Fahrtkosten unattraktiv. Das Benzingeld und die Schiedsrichterkosten spielen eine immer größere Rolle."
Jens-Uwe Schaumann (SV Fehmarn): „Finanziell wäre das für Vereine wie den SV Fehmarn kaum zu wuppen. Ich befürchte, dass es in den betroffenen Ligen eine Konzentration der Vereine geben wird, die an der Autobahn gelegen sind."
Marcus Willruth (VfL Oldesloe): „De facto wird ja nur die Bezirksliga abgeschafft. Bisher mussten wir bis in den Norden Ostholsteins, da ist es auch nicht weiter, wenn wir künftig im Kreis Steinburg bis an die Westküste fahren."
Manfred Kosin (SC Rönnau): „Für mich ist das jetzige System funktionell. Zumindest sollte man die Bezirke so lassen. Was sollen unsere Familienväter sagen, wenn die ganze Tage wegen Fußball weg sind?" Matthias Krienke (Preußen Reinfeld): „Es gibt nicht mehr so viele gute Fußballer wie früher. Von daher ist es vielleicht richtig, dass sich Spieler entscheiden müssen: Will ich im Kreis kicken, oder doch mit höherem Anspruch auf Verbandsebene. Die Neuschneidung der Bereiche ist okay. Denn, wenn Fußball-Tag ist, ist Fußball-Tag. Egal wohin man fährt."
Wilhelm Loss (Borussia Möhnsen): „Wenn wir bald wieder 150 Kilometer zu einem Auswärtsspiel fahren müssen, ist das für einen kleinen Verein wie Möhnsen nicht zu finanzieren. Zudem würden wir auch keine Derbys gegen Stormarner Teams haben, wenn die in einem anderen Kreis spielen."
KFV Plön favorisiert die Poolstaffeln
Zur Strukturreform beim Fußball
Preetz – In einer Sitzung des Vorstandes im Kreisfußballverband (KFV) Plön und der Kreisarbeitsgruppe „Strukturreform“ sind noch einmal die Vorschläge des Schleswig-Holsteinschen Fußballverband im Sportheim des Preetzer TSV diskutiert worden.
Der Vorsitzender der Kreisarbeitsgruppe, Lutz Schlünsen: „Der Vorschlag, die Bezirksebene abzuschaffen und zukünftig die Kreisverbände zu stärken, wird vom KFV Plön ausdrücklich unterstützt. Aber wir bekommen Bauchschmerzen mit der Zuordnung im Leistungsbereich des Fußballsports.“ Der KFV Plön würde dem Bereich Süd, das heißt Ostholstein, Herzogtum Lauenburg und Lübeck, zugeordnet, müsste die traditionell regionale Zugehörigkeit zum Kieler und Neumünster Raum opfern.
Erhard Muss, Vorsitzender des KFV Plön: „Es mutet schon merkwürdig an, das Mannschaften wie der TSV Lütjenburg und der ASV Dersau nach dem Willen der Reformer zukünftig nach Ratzeburg und Mölln fahren.“ Selbstverständlich gebe es nur selten die absolute Gerechtigkeit und aufgrund demographischer Entwicklungen sei Handlungsbedarf vonnöten.
Im vergangenem Jahr hatte der KFV Plön nach seiner Einschätzung einen gerechten Vorschlag eingebracht, der Pollstaffeln für den Leistungsbereich favorisiert. Schlünsen: „Hierbei wird stärker auf regionalen Entfernungen eingegangen und jährlich nach Regionalität auch neue Zuschnitte vorgenommen. Das hat zudem den Reiz, dass es auch zu neuen attraktiven Paarungen kommt. Betroffene wird es natürlich auch geben, die bei neuen Aufteilungen im Folgejahr berücksichtigt werden können.“ Rückenwind bekommen die Verbandsvertrete von ihren Vereinen, denn nach Umfragen unterstützten sie ganz klar die Poolstaffellösung.
Auch die schrittweise Reduzierung von zehn auf fünf Leistungsstaffeln bis zum Jahr 2010 wird als sehr durchgreifend angesehen. Erhard Muss: „Das hätten wir doch ein wenig behutsamer angepackt. Unsere Lösung sieht hier sieben Staffeln vor. Einig sind wir uns dann wieder, dass zukünftig die Meister aufsteigen und die sportlichen Tabellenstände in der Reform Voraussetzung für die Spielklasse sein sollen. Eine denkbare Proporzaufstellung nach Delegiertenstimmen lehnen wir ab.“ Vorstand und Kreisarbeitsgruppe im KFV Plön sprachen sich in Preetz dafür aus, beim SHFV noch einmal massiv für diese genannten Vorschläge zu werben. rs
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