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Jung-Nationalspielerin Nina Jokuschies
Aukrug/Neumünster (Günter Böge) - "Natürlich bin ich aufgeregt. Ich freue mich auf ein Land mit anderen Sitten, wo es noch einen König gibt. Ich habe mir sagen lassen, dass man nicht den Kopf der Leute berühren darf, weil er die Seele der Menschen verkörpert", erzählt Jokuschies respektvoll. Die Jung-Nationalspielerin ist Schülerin der Neumünsteraner Immanuel-Kant-Schule. Doch heute geht es nicht zum Unterricht ins Gymnasium, sondern Richtung Flughafen Hamburg, wo der Flieger mit ihr um 8.40 Uhr abhebt. Zunächst geht es nach Frankfurt, von wo aus dann die Weiterreise mit der gesamten Nationalmannschaft erfolgt.
1,70 Meter groß und 59 Kilogramm schwer, wird die Aukrugerin in der Vierer-Abwehrkette der Nationalelf spielen. "Macht mir überhaupt nichts aus, denn als Abwehrspielerin bin ich beim TSV Aukrug groß geworden", sagt die leidenschaftliche Kickerin, die schon mit acht Jahren das runde Leder unter Kontrolle zu bringen wusste - damals noch mit den Jungen in der C-Jugend
Aukrug/Neumünster (Günter Böge) - "Natürlich bin ich aufgeregt. Ich freue mich auf ein Land mit anderen Sitten, wo es noch einen König gibt. Ich habe mir sagen lassen, dass man nicht den Kopf der Leute berühren darf, weil er die Seele der Menschen verkörpert", erzählt Jokuschies respektvoll. Die Jung-Nationalspielerin ist Schülerin der Neumünsteraner Immanuel-Kant-Schule. Doch heute geht es nicht zum Unterricht ins Gymnasium, sondern Richtung Flughafen Hamburg, wo der Flieger mit ihr um 8.40 Uhr abhebt. Zunächst geht es nach Frankfurt, von wo aus dann die Weiterreise mit der gesamten Nationalmannschaft erfolgt.
1,70 Meter groß und 59 Kilogramm schwer, wird die Aukrugerin in der Vierer-Abwehrkette der Nationalelf spielen. "Macht mir überhaupt nichts aus, denn als Abwehrspielerin bin ich beim TSV Aukrug groß geworden", sagt die leidenschaftliche Kickerin, die schon mit acht Jahren das runde Leder unter Kontrolle zu bringen wusste - damals noch mit den Jungen in der C-Jugend.
Ab der B-Jugend war dies dann nicht mehr erlaubt, und so wechselte das riesige Fußballtalent in eine Frauenelf. Durch ihre schulische Bindung in der Schwalestadt lag der Gang zum MTSV Olympia Neumünster nahe. Dort wirkte sie dann in der Verbandsliga mit und wurde Mädchen-Nationalspielerin.
Als Anhänger des FC Bayern München war seinerzeit Mario Basler ihr großes Vorbild: "Weil er mit dem Ball schneller laufen konnte als seine Verfolger", schmunzelt Jokuschies. Heute weiß sich die 18-Jährige, als Mittelfeldspielerin bei Holstein Kiel in der Regionalliga mit einem starken Rechtsschuss in Szene zu setzen. Im vergangenen Jahr bereits mit der U-17-Nationalmannschaft zu Länderspielen in den USA unterwegs, ist es für die Leistungsträgerin bei Holstein nun die erste Weltmeisterschaftsteilnahme.
Bei den Qualifikationsspielen im Rahmen der Europameisterschaft vor rund vier Monaten in Finnland war sie allerdings nicht mit von der Partie. Als letzte Streichkandidatin wurde sie aus dem Aufgebot geworfen und entsprechend traurig. Doch inzwischen herrscht sportlich eitel Sonnenschein bei ihr, hat sich doch mit der WM-Teilnahme ein Traum erfüllt.
Sie ist ständig in Sachen Fußball auf Achse und hat in puncto Freistellung vom Schulbetrieb keine Schwierigkeiten. "Die Schulleitung zeigt großes Verständnis, obwohl ich schon einige Male gefehlt habe. Doch ich hole immer alles nach und bin mit meinen Leistungen zufrieden", sagte der Fußball-Teenager, der nächstes Jahr das Abitur anstrebt. Ihren Berufswunsch sieht sie im Bereich Medizin.
In der Schwalestadt die Schulbank drücken, in Kiel Fußball spielen und in Aukrug wohnen hat seinen Preis. Der Wecker rasselt um 5.45 Uhr, um 7 Uhr fährt der Zug nach Neumünster. Ist sie gegen 16.30 Uhr meist wieder in Aukrug, geht es um 18 Uhr zum Training nach Kiel. Um ca. 22 Uhr ist das Fußballtalent wieder zu Hause. "Doch alles ist vergessen, wenn man im Nationaldress auf dem Platz steht. Und man hat ein tolles Gefühl, wenn die Nationalhymne gespielt wird oder man von mehreren tausend Menschen angefeuert wird. Es ist ein unbeschreiblich ehrenhaftes Gefühl", gesteht Jokuschies.
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