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Kathrin Meingast Aufstieg in die zweite Liga

Todenbüttel (hid) - In der kommenden Saison pfeift Kathrin Meingast aus Gokels Fußball-Spiele in der neugegründeten 2. Frauen-Bundesliga. Nach dem Einstieg vor zehn Jahren mit Einsätzen in Jugendspielen ging es auf der Karriereleiter stetig aufwärts. Die 25-jährige Bankangestellte, die für GW Todenbüttel pfeift, bleibt im Hinblick auf weitere Ambitionen auf dem Teppich.

Todenbüttel (hid) - In der kommenden Saison pfeift Kathrin Meingast aus Gokels Fußball-Spiele in der neugegründeten 2. Frauen-Bundesliga. Nach dem Einstieg vor zehn Jahren mit Einsätzen in Jugendspielen ging es auf der Karriereleiter stetig aufwärts. Die 25-jährige Bankangestellte, die für GW Todenbüttel pfeift, bleibt im Hinblick auf weitere Ambitionen auf dem Teppich. Sie will nun in dieser Klasse und parallel in der Verbandsliga der Männer den Aufstieg durch gute Leistungen erst einmal bestätigen.
Wegen einer Knieoperation musste Kathrin Meingast 1994 den Schwimmsport im EMTV aufgeben. "Meine Brüder nahmen mich mit nach Holtsee zum Fußball", berichtet sie. Mitspielen konnte sie wegen der Kniebeschwerden nicht. Sie wollte aber aktiv sein und nahm deshalb an einem Schieri-Lehrgang teil. "Nur so", sagt sie. Meingast gewann aber überraschend Interesse an der Schiedsrichterei. Zunächst leitete sie Spiele in der Jugend, fungierte aber bald in der Landesliga bei Gerhard Sendel als Assistentin an der Linie. Nach ihrem Motto: "Wenn schon, denn schon", übernahm sie ab 1998 verantwortlich Spiele in der B-Klasse der Männer. "Ich kam gut zurecht, obwohl es verbal ganz schön zur Sache ging", erinnert sie sich an das erste Spiel beim FC Fockbek II.
Nun ging es richtig los. Jedes Jahr erfolgte ein Aufstieg. Ab 2000/01 pfiff sie die Bezirksliga mit Christine Bielenberg, Mark Schreiber oder ihrem Freund Oliver Sobulewski als Assistenten. Zwei Jahre später war die Verbandsliga erreicht. In ihrem ersten Spiel zwischen Hennstedt und Bordesholm zeigte sie sich konsequent, als sie den Hennstedter Trainer hinter die Bande schickte, weil der "unqualifizierte Bemerkungen losgelassen hatte. Trainer und Spieler testen eben immer ihre Grenzen aus".
In der Saison 2003/04 wurde es dann "ernst". Sie hatte auf dem Weg zur 2. Bundesliga Sichtungen, Lehrgänge und schließlich im Juni des Jahres in Barnstorf die B-Prüfung zu absolvieren, ehe jetzt im Juli in Frankfurt/Main der entscheidende Leistungsnachweis anstand. "Sprint- und Regeltest liefen glatt, aber auf den 2500 Metern musste ich sehr beißen", berichtet Kathrin Meingast.
Doch die Quälerei hat sich gelohnt. Seit dem 3. Juli wird sie nun in der DFB-Schiedsrichter-Liste für Frauen geführt, mit der Befugnis, Spiele der 2. Frauen-Bundesliga zu leiten. "Ich wollte einmal höher pfeifen als Olli." Ihr Freund bleibt in der Verbandsliga der Männer, wie auch Jan Blunck und Christine Bielenberg aber ihr Assistent. In der Bundesliga bekommt sie zwei Damen aus Niedersachsen und Hamburg zugeteilt.
Insgesamt 16 Spiele sind für das Gespann in der Bundesliga angesetzt. Da gilt es die Koffer zu packen, denn aus Schleswig-Holstein ist in der 2. Liga kein Verein vertreten. "Die Vorbereitungen beginnen schon zwei Tage vorher. Ich informiere mich über den Tabellenstand, mögliche Vorkommnisse und lege alles zurecht", berichtet Kathrin Meingast.
Mit Dr. Markus Merk und Pierr-Luigi Collina hat sie zwei ganz große Vorbilder. "Wenn der Collina guckt, sagt kein Spieler mehr etwas. Das will ich aber nicht nachahmen."

 

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