A-Jugend
Siegerteam 2009

Eintracht Braunschweig
Spielergebnisse:
| Holstein Kiel : Hamburger SV |
0:1 |
| Eintr. Braunschweig : Hannover 96 |
2:0 |
| FC St. Pauli : VfL Osnabrück |
0:1 |
| Hannover 96 : Holstein Kiel |
2:0 |
| VfL Osnabrück : Eintr. Braunschweig |
1:0 |
| Hamburger SV : FC St. Pauli |
3:1 |
| Hannover 96 : VfL Osnabrück |
1:2 |
| Eintr. Braunschweig : Hamburger SV |
4:2 |
| FC St. Pauli : Holstein Kiel |
1:3 |
| Hamburger SV : VfL Osnabrück |
0:1 |
| Holstein Kiel : Eintr. Braunschweig |
4:2 |
| FC St. Pauli : Hannover 96 |
2:1 |
| VfL Osnabrück : Holstein Kiel |
0:1 |
| Hannover 96 : Hamburger SV |
0:1 |
| Eintr. Braunschweig : FC St. Pauli |
3:1 |
Halbfinale:
| VfL Osnabrück : Hamburger SV |
4:3 n. E. |
| Eintr. Braunschweig : Holstein Kiel |
3:1 |
Finale:
| VfL Osnabrück : Eintr. Braunschweig |
7:8 n E. |
SHFV-Nordcup: Lokalmatadoren ärgern die Großen
Der 2.SHFV-Nordcup in der Kieler Sparkassen-Arena war wieder ein berauschendes Fußballfest – besonders dank der Teams von Holstein Kiel, die sich in der Vorrunde gegen die BL-Konkurrenz durchsetzen und ins Halbfinale (U19) bzw. Endspiel (Frauen) einziehen konnten. Die Sieger beider Turniere kamen allerdings aus Niedersachsen – verdient sicherten sich bei den Frauen der VfL Wolfsburg und bei den A-Junioren Eintracht Braunschweig den
Titel.

U19-Junioren:
Bei den A-Junioren bot sich in der Vorrunde ein anderes Bild als bei den Frauen. Zwar waren den Spielern ihre technischen Fähigkeiten anzumerken, dennoch waren die ersten Spiele von viel Kampf und nur wenig Offensivfußball geprägt. Erst in der Endphase der Gruppenrunde, als es in den direkten Duellen um den Einzug in die Finalrunde ging, konnten die Zuschauer auch bei den A-Junioren zahlreiche Tore bejubeln – die Spiele waren nun abwechslungsreich und von Spannung geprägt. Eine ähnlich positive Entwicklung wie der Unterhaltungswert der Spiele erlebte auch die Regionalligatruppe von Holstein Kiel. Nach zwei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg (0:1 gegen den Hamburger SV, 0:2 gegen Hannover 96) zeigten die Jungs von Trainer Thorsten Gutzeit ihr wahres Gesicht: es folgten drei eindrucksvolle Siege gegen den FC St.Pauli (3:1), Eintracht Braunschweig (4:2) und den bis dahin ungeschlagenen VfL Osnabrück (1:0). Am Ende einer sehr ausgeglichenen Gruppenphase landeten die Störche auf Platz 3 hinter dem VfL Osnabrück und Eintracht Braunschweig. Den letzten Halbfinalplatz belegte der Hamburger SV, während Hannover 96 und der FC St.Pauli die Heimreise antreten mussten.
Während Holsteins U19 den Heimvorteil beim 1:3 gegen Braunschweig im Halbfinale nicht weiter ausnutzen konnte, hatte sich der VfL Osnabrück nach einer eindrucksvollen Leistung mit Platz 1 in der Vorrunde offenbar vorgenommen, den Zuschauern etwas zu bieten. In einem spannenden Spiel reichte es gegen den Titelverteidiger aus Hamburg nur zu einem 2:2, sodass man sich erst durch ein 4:3 im Neunmeterschießen für das Endspiel qualifizieren konnte. Im Finale drehten die Mannen von Ex-Profi Roland Twyrdy einen 0:2-Rückstand noch um und erzielten mit dem Schlusspfiff noch den 2:2-Ausgleich, sodass man wieder zum viel zitierten "Punkt" schreiten musste, um die Entscheidung herbeizuführen. Was sich dann jedoch abspielte, wird wohl einzigartig beim Nordcup bleiben: 20 Schüsse waren nötig, um Eintracht Braunschweig als Sieger zu ermitteln. Die Enttäuschung beim VfL war nicht zu übersehen, dennoch gratulierten sie den Blau-Gelben sportlich fair zum Erfolg.
Auch bei den U19-Junioren hat Holstein Kiel die schleswig-holsteinischen Farben gut vertreten, aber man muss sicherlich anerkennen, dass mit den beiden Finalisten aus Niedersachsen sicherlich die beiden stärksten Mannschaften im Endspiel standen.
Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband und die Holstein Marketing GmbH konnten abschließend sehr zufrieden sein mit dem Verlauf des 2.SHFV-Nordcup. Die Zuschauermarke aus dem Vorjahr wurde (knapp) geknackt und die Lobeshymnen der Bundesliga-Trainer bestätigten die gute Arbeit aller Beteiligten. "Dieses Turnier ist wirklich hervorragend organisiert. Wir freuen uns, dass wir eingeladen wurden und in dieser tollen Arena spielen durften", so Ralf Kellermann vom VfL Wolfsburg (Frauen). Dass sich der Nordcup schon außerhalb Schleswig-Holsteins einen Namen gemacht hat, bestätigten die Aussagen der beiden U19-Finalisten: "Wir hatten für dieses Wochenende mehrere Einladungen vorliegen, aber aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr wollten wir unbedingt wieder zum Nordcup nach Kiel", sagte Braunschweigs Betreuer Jürgen Weisheit noch vor dem Titelgewinn. Osnabrücks Trainer Roland Twyrdy war trotz des verlorenen Finals ebenfalls begeistert: "Dies ist das professionellste Turnier, was wir in diesem Jahr gespielt haben. Die Arena, die Atmosphäre und vor allem die Organisation rund um den Nordcup waren hervorragend."
Ein besonderer Dank seitens des SHFV gilt den Betreuerinnen und Betreuern der Nordcup-Teams, die für einen professionellen Ablauf des Turniers gesorgt haben. Ein ebenso großer Dank gilt den Turnierleitungen sowie den Schiedsrichterinnen Kathrin Meingast, Mirka Derlin und Tanja Petersen sowie den Schiedsrichtern Lukas Taugerbeck, Viatcheslav Paltchikov und Henning Deeg. Im Namen aller teilnehmenden Mannschaften möchte der SHFV sich zudem bei allen Zuschauern bedanken, die für eine großartige Stimmung in der Sparkassen-Arena gesorgt haben.