2011

Turbine Potsdam dominiert beim 4. SHFV-Nordcup

Der 1.FFC Turbine Potsdam hat seinen Titel beim SHFV-Nordcup eindrucksvoll verteidigt. Mit sieben Siegen und 37:4 Toren (!) aus sieben Spielen hat der aktuelle Champions-League-Sieger die Konkurrenz in der Kieler Sparkassen-Arena durchgehend dominiert. Zusammen mit dem Siegerpokal nahm Nationalspielerin Bianca Schmidt auch den Sinalco-Siegerscheck in Höhe von 3.000 Euro aus den Händen von Verbandsfrauenreferentin Sabine Mammitzsch und SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer entgegen.

 

 

Bereits im ersten Spiel zeigte der aktuelle Champions-League-Sieger Lokalmatador Holstein Kiel beim 6:1-Sieg die Grenzen auf. Es folgten weitere Kantersiege gegen den FFC Oldesloe (5:0), Skovbakken Aarhus (6:0), den Hamburger SV (4:0) und den FCR Duisburg (4:1). Der Hamburger SV, bei denen Nina Jokuschies aufgrund einer Grippe nicht teilnehmen konnte, sicherte sich mit zehn Punkten den zweiten Platz vor dem FCR 2001 Duisburg, der mit vielen Spielerinnen aus der zweiten Reihe nach Kiel gekommen war.

Madeline Gieseler scheiterten nur aufgrund des direkten Vergleichs an Holstein Kiel.Um das letzte Halbfinalticket stritten sich bis zuletzt die beiden schleswig-holsteinischen Zweitligisten Holstein Kiel und der FFC Oldesloe, nachdem die dänischen Gäste aus Aarhus bei ihrer Turnierpremiere ohne Punktgewinn geblieben waren. Allerdings schien der Kampf um Platz Vier zwischendurch schon entschieden, hatten die Lokalmatadoren das direkte Duell gegen den FFC doch mit 1:0 gewonnnen und darauf auch gegen Aarhus dreifach punkten können (3:0). Dann kam das Team von Trainer Michael Clausen allerdings eindrucksvoll zurück und besiegte DFB-Pokalsieger FCR Duisburg in einem spannenden Spiel mit 3:2. Nachdem Kiel das letzte Gruppenspiel gegen den HSV klar mit 0:5 verloren hatte, benötigte der FFC im letzten Gruppenspiel gegen Aarhus einen Sieg mit zwei Toren Unterschied, um doch noch in das Halbfinale einziehen zu können. In einem abwechslungsreichen Spiel drehte Oldesloe die Partie und siegte mit 2:1 Toren, was dann im Endklassement Tor- und Punktgleichheit mit Holstein Kiel bedeutete. Aufgrund des direkten Vergleiches durften dann aber die Landeshauptstädter im Halbfinale gegen Turbine Potsdam antreten.

Im Halbfinale zwischen dem HSV und Duisburg bewiesen die Schützinnen ihre Treffsicherheit (hier Imke Wübbenhorst, HSV).Die Freude bei den Lokalmatadoren über den Halbfinaleinzug währte jedoch nicht lange, denn der Titelverteidiger aus Potsdam büßte auch nach der überragenden Vorrunde nicht an Konzentration und Zielstrebigkeit im Offensivspiel ein. In einer einseitigen Begegnung sicherte sich das Team von Dirk Heinrichs den Einzug ins Endspiel mit einem souveränen 6:1-Erfolg. Im zweiten Semifinale zwischen den beiden Bundesligisten aus Duisburg und Hamburg ging es da weitaus spannender zu. In einer hochklassigen Partie trennten sich die beiden Ligakonkurrenten 3:3-Unentschieden und zeigten auch im anschließenden Enstscheidungsschießen kaum Nerven. Erst nach insgesamt zwölf Schützinnen hatte sich der FCR 2001 Duisburg für das Endspiel qualifiziert.

Turbines japanische Nationalspielerin Yuki Nagasato traf in der Sparkassen-Arena nach Belieben.Die Geschichte des Endspiels ist jedoch schnell erzählt. Da die Duisburgerinnen nach ihrem kräftezehrenden Halbfinale nur schwer ins Spiel kamen und die "Turbinen" weiter hochkonzentriert zu Werke gingen, war nach sieben Minuten bereits eine Vorentscheidung zugunsten des Titelverteidigers gefallen (0:3). Dem Duisburger Anschlusstreffer antworteten die überlegenen Potsdamerinnen mit drei weiteren Treffern, sodass auch das Endspiel mit einem 6:1-Kantersieg endete. Dementsprechend begeistert zeigte sich Trainer Dirk Heinrichs bei der anschließenden Pressekonferenz: "Wir wollten heute aggressiven Offensivfußball spielen und den Zuschauern viele Tore bieten. Dieses Vorhaben haben die Mädels toll umgesetzt."

Marco Ketelaer vom FCR Duisburg (re.) und Florian Graudegus vom Hamburger SV lobten bei der Pressekonferenz die Organisation und den Stellenwert des SHFV-Nordcup.Großes Lob gab es auch für die Organisatoren des Turniers u. a. von Duisburgs Trainer Marco Ketelaer: "Der Nordcup war organisatorisch absolut überragend. Von Anreise, Unterbringung über die Spiele selbst war alles bestens durchgeplant. Das Turnier sucht seinesgleichen in Deutschland." So sahen es auch die 3.500 Zuschauer - übrigens die identische Zuschauerzahl wie im vergangenen Jahr - die über den gesamten Tag ihre Teams angefeuert hatten.

Spielplan 4. SHFV-Nordcup

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