Schiedsrichter

Der DFB sagt „Danke, Schiri“

Die Preisträger Hildegard Sauthof (l.) und Jürgen Kuhr (r.) mit WM-Schiedsrichter Wolfgang Stark63 Sieger der DFB-Aktion „Danke, Schiri“ zu Gast in Hannover: Zentrale Ehrungsveranstaltung des Deutschen Fußball-Bundes in Hannover mit Herbert Fandel, Lutz Wagner und Überraschungsgast Wolfgang Stark.

Kiel/Hannover. Sie kamen aus allen Ecken Deutschlands nach Niedersachsen – vom Bodensee und aus Bremerhaven, aus Hamburg und Berlin, aus Zwickau, Wolgast oder Worms: 63 Fußball-Schiedsrichterinnen und -Schiedsrichter, die bei der erstmals ausgerichteten DFB-Aktion „Danke, Schiri“ in verschiedenen Altersklassen und Kategorien zu Siegern gekürt wurden. Aus dem SHFV gehörten Hildegard Sauthof (KFV Steinburg), Jürgen Kuhr (KFV Dithmarschen) und Stefan Wiese (KFV Neumünster) zu den glücklichen Gewinnern. Und obwohl sich fast alle Unparteiischen in Hannover das erste Mal im Leben über den Weg liefen, obwohl zwischen den jüngsten und ältesten Siegern mehr als 50 Jahre Altersunterschied lagen – man hatte den Eindruck, bei einem großen Familientreffen dabei zu sein.

Die hochkarätig besetzte, zweitägige zentrale Ehrungsveranstaltung des Deutschen Fußball-Bundes fand in der niedersächsischen Landeshauptstadt statt. Die DFB-Schiedsrichterkommission um den Hauptverantwortlichen Lutz Wagner hatte nämlich den Vorsitzenden des NFV-Verbandsschiedsrichterausschusses Wolfgang Mierswa (Uetze) beauftragt, zusammen mit Kollegen aus anderen Landesverbänden ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Mierswa leitet bei der DFB-Schiedsrichterkommission die Arbeitsgemeinschaft (AG) Öffentlichkeitsarbeit.

Bei der Aktion „Danke, Schiri“, die der DFB, unterstützt von der DEKRA, ins Leben gerufen hat, gibt es pro Landesverband drei Sieger: Einen „Oldie“ (Jürgen Kuhr), einen Unparteiischen in der Altersklasse 20 bis 45 Jahre (Stefan Wiese) sowie eine Schiedsrichterin (Hildegard Sauthof). Es sind langjährig aktive Schiedsrichter an der Basis, die sich durch besonderes Engagement und ganz besondere Verdienste auszeichnen und als Vorbilder wirken. Und so ließ es sich der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichter-Kommission Herbert Fandel (Kyllburg) nicht nehmen, die Ehrungen „seiner“ Schiedsrichter in Hannover höchstpersönlich vorzunehmen. Fandel: „Wir Schiedsrichter, von der Spitze bis zur Basis, sind eine große Familie.“
Das kam auch bei den drei Siegern des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes sehr gut an: Die Preisträger waren sichtlich bewegt und sehr glücklich, als sie auf der Bühne im Hotel Hennies in Hannover die Glückwünsche vom ehemaligen FIFA-Schiedsrichter und Weltklasse-Referee Herbert Fandel entgegennahmen und für ihre jahrelangen Verdienste im SHFV für das Schiedsrichterwesen ausgezeichnet wurden.

Und auch Bundesliga- und FIFA-Referee Wolfgang Stark (Ergolding), der als Überraschungsgast nach Hannover gekommen war, schüttelte den drei Gewinnern aus Schleswig-Holstein und den anderen Siegerinnen und Siegern aus ganz Deutschland mit einem gut-bayerischen „Grüß Gott“ die Hand.
WM-Schiedsrichter Stark, der am folgenden Sonntag die hochspannende Bundesliga-Partie zwischen Hannover 96 und Schalke 04 (2:2) leitete, betonte die großen Verdienste, die „gerade die Schiedsrichter in den Amateurklassen an der Basis haben“. Eine für Wolfgang Stark nach eigenen Worten „ganz besondere Ehre“ war es, dass er bei der Erstliga-Begegnung zwischen den 96ern und Schalke ein Trikot anziehen durfte, auf denen die Namen aller 63 Danke-Schiri-Sieger standen. Und mit den Worten „Wir Schiedsrichter sind eben eine Familie, und ich freue mich sehr, gemeinsam mit Euch in Hannover zu sein“ zeigte sich denn auch Spitzenschiedsrichter Stark merklich bewegt.
 

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