Schiedsrichter

Der SHFV trauert um Jan Zimmermann


Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hat die traurige Pflicht, Sie über den tragischen Tod des Schiedsrichterkameraden

                                                                         Herrn Jan Zimmermann,

zu informieren.

Der Sportfreund war am Samstag, den 21.01.2012 bei einem Hallenturnier in Flensburg tätig, wo er bei einer Spielunterbrechung plötzlich umfiel und nach langen Reanimierungsversuchen in die DIAKO Flensburg eingeliefert wurde. Dort verstarb er am späten Samstagabend im blühenden Alter von 20 Jahren.

Jan Zimmermann war seit dem 01.02.2007 Schiedsrichter und arbeitete sich schnell nach oben. Bereits seit 2009 gehörte er der SHFV-Leistungsklasse 3 an und leitete Jugendspiele in der Schleswig-Holstein-Liga. Zudem war er als Assistent in der Schleswig-Holstein-Liga und Verbandsliga im Herren-Bereich unterwegs. Gleichzeitig leitete er selbst Spiele in der Kreisliga Flensburg mit Assistenten.

Jan Zimmermann war ein immer zuverlässiger Sportsmann.

Der Fußball in Schleswig-Holstein verliert mit Ihm einen jungen, aufstrebenden Schiedsrichterkollegen.

Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.



gez. gez. gez.
Hans-Ludwig Meyer Jörn Felchner Holger Wohlers
Präsident SHFV Geschäftsführer SHFV Vorsitzender SHFV-
    Schiedsrichterausschuss

Auszeichnung für Marc Werner

Auf der Halbzeittagung der LK II-Schiedsrichter (Verbandsliga Herren) am 18.02.2012 in Bordesholm wurde der 22 jährige Schiedsrichter Marc Werner von DJK Flensburg (KFV Schleswig-Flensburg), der 2001 seine Schiedsrichterprüfung abgelegt hat, für seine Leistungen im Jahr 2011 ausgezeichnet.

Neben seinen Spielleitungen in der Verbandsliga und Jugendregionalliga pfeift er auch Spiele auf Kreisebene. Auch kurzfristige Ansetzungen sind für ihn kein Problem. Im Kreisschiedsrichterausschuss war er als Ansprechpartner für die Jugendlichen tätig. Als in der vergangenen Saison ein Lehrwart benötigt wurde, war er sofort bereit, diesen Posten zu übernehmen. Als dann auch noch der Schiedsrichteransetzer kurzfristig ausfiel, war er auch hier zur Stelle und hat bei den Besetzungen der Spiele auf Kreisebene mitgeholfen.

Als Anerkennung für diese besonderen Leistungen im vergangenen Jahr bekam er bei der Halbzeittagung vom für die LK II zuständigen Mitglied im SHFV-Schiedsrichterausschuss, Björn Adler, im Kreise seiner Kollegen eine Urkunde und einen Pokal überreicht.

Positive Entwicklung im SHFV-Schiedsrichterbereich

Zu Beginn des Jahres 2012 fand erneut die jährliche SHFV-Halbzeittagung mit den  Schiedsrichtern der Leistungsklasse 1 sowie dem SHFV-Schiedsrichterausschuss, dem Beobachterkader und vielen Ehrengästen statt. Als Ausrichtungsort hatte sich das Organisations-Team rund um Schiedsrichter-Aktivensprecher Thorsten Balsam für das Hotel Birke in Kiel entschieden.

Erstmalig hatte der neue Vorsitzende des SHFV-Schiedsrichterausschusses, Holger Wohlers, die Federführung bei den offiziellen Tagungsteilen. Als ersten Gastredner durfte er SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer ans Rednerpult bitten, der wie schon in den vergangenen Jahren sehr gerne der Veranstaltung beiwohnte und seitens des Präsidiums eine Geldspende mitgebracht hatte. In seinen Grußworten stellte er nach einer kurzen Schilderung der aktuellen allgemeinen Lage im SHFV die wichtige Bedeutung des Schiedsrichterbereichs heraus und lobte ausdrücklich die dem turbulenten ersten Halbjahr gefolgte positive Entwicklung und die dafür verantwortlich zeichnende sehr gute Arbeit des neu gewählten Ausschusses. Holger Wohlers gab in seinem Bericht eine ausführliche Übersicht über die Herausforderungen, Ereignisse und Themen, die den Ausschuss und den gesamten Schiedsrichterbereich im zweiten Halbjahr begleitet haben. Er bedankte sich hierbei nochmals für die Unterstützung aller Beteiligten, insbesondere was die finanziellen Hilfen und den teilweisen Verzicht auf Entschädigungen zur erfolgreichen Sanierung des Schiedsrichterhaushalts betraf.

Im Anschluss daran und beim Abendprogramm wurden dann noch zahlreiche Ehrungen und Verabschiedungen vorgenommen. So erhielt FIFA-Schiedsrichterassistent Sönke Glindemann eine Auszeichnung für seine hervorragenden Leistungen, die dem Schiedsrichterimage Schleswig-Hosteins sehr zu Gute kamen. Von Hans-Ludwig Meyer erhielten zudem die Ausschussmitglieder Björn Adler, Dr. Stefan Klaus, Roland Repenning und Norbert Richter die silberne SHFV-Ehrennadel für ihr ehrenamtliches Engagement verliehen. Verabschiedet wurden als ehemalige Ausschussmitglieder Marcus Henke und Kathrin Meingast, sowie als ausgeschiedene LK 1 Schiedsrichter Björn Adler, Eike Albig, René Back, Marco Hatesaul, Jörg Kohn, Marten Lühr, Kathrin Meingast und Yavuz Yilmaz.

Alexander Hahn ist Schiedsrichter des Jahres 2011 der obersten Leistungsklasse im SHFV

Anlässlich der Schiedsrichter-Halbzeittagung der Leistungsklasse 1 wurde traditionell auch der Schiedsrichter des Jahres gekürt. Laudator Holger Wohlers betonte bei der Ehrung, dass man seitens des Ausschusses gemäß dem Titel der Auszeichnung wieder mehr die Leistungen des vergangenen Jahres berücksichtigt hat. Daher gab es bei der Entscheidung auch nur eine Möglichkeit, denn der geehrte Alexander Hahn (41) hat auf vielfache Weise in 2011 das Schiedsrichterwesen im SHFV hervorragend vertreten:

Der seit 1997 aktive und aktuell für den SC Kellenhusen in der Herren Schleswig-Holstein Liga pfeifende Referee, auch genannt „Mr. Hundertprozentig“, hatte gleich zu Beginn des Jahres 2011 mit der Organisation der Halbzeittagung sein perfektes Organisationstalent unter Beweis gestellt. Als Lehrwart des KFV Ostholstein hat er außerdem in Eigeninitiative eine Flyer-Aktion für die demnächst anstehenden Anwärterlehrgänge auf die Beine gestellt und hat als bekennender Technik-Freak eine eigene Homepage für das Schiedsrichterwesen in Ostholstein entworfen.

Weil Alexander Hahn eine anerkannte und stets gradlinige Persönlichkeit ist, wählte ihn der SHFV-Schiedsrichterausschuss im Herbst gezielt aus um in einem Radiointerview mit dem Norddeutschen Rundfunk über die Herausforderungen der Schiedsrichtertätigkeit zu berichten. In diesem gelang es ihm eindrucksvoll einerseits die insbesondere auf einen jungen Schiedsrichter einwirkenden Probleme darzustellen, andererseits aber auch die nötige Kritikfähigkeit und Robustheit zur Ausübung des Amtes klar zu benennen, sowie vor allem die schönen und ihn persönlich erfüllenden Seiten der Schiedsrichterei herauszustellen. Seine professionelle Einstellung stellte er zudem bei der Leitung des SHFV LOTTO-Pokalfinales zwischen dem VfB Lübeck und Holstein Kiel Anfang Juni 2011 unter Beweis, als er trotz der das Spiel begleitenden schwierigen Umstände die Begegnung souverän und nahezu fehlerfrei über die Bühne brachte.

„Aufgrund all dieser Punkte ist es uns eine besonders große Freude jemandem, der es nicht auf Ehrungen anlegt und nicht nach offiziellen Posten und Rängen strebt, sondern viel lieber aus der zweiten Reihe arbeitet, diese Auszeichnung zu Teil werden zu lassen“, stellte Holger Wohlers abschließend nochmals die Richtigkeit der getroffenen Wahl heraus.

aktuelle Schiedsrichter-Zeitung 1/2012

Die aktuelle Schiedsrichter-Zeitung des DFB ist erschienen und steht ab sofort auf der Website des Deutschen Fußball-Bundes zum Download bereit.

Durch Anklicken des nachfolgenden Links gelangen Sie direkt auf die Website des DFB:

Die Schiedsrichter-Zeitung 1/2012 (externer Link)


Jan Kohlmann
Öffentlichkeitsmitarbeiter
im SHFV-SR-Ausschuss





Der DFB sagt „Danke, Schiri“

Die Preisträger Hildegard Sauthof (l.) und Jürgen Kuhr (r.) mit WM-Schiedsrichter Wolfgang Stark63 Sieger der DFB-Aktion „Danke, Schiri“ zu Gast in Hannover: Zentrale Ehrungsveranstaltung des Deutschen Fußball-Bundes in Hannover mit Herbert Fandel, Lutz Wagner und Überraschungsgast Wolfgang Stark.

Kiel/Hannover. Sie kamen aus allen Ecken Deutschlands nach Niedersachsen – vom Bodensee und aus Bremerhaven, aus Hamburg und Berlin, aus Zwickau, Wolgast oder Worms: 63 Fußball-Schiedsrichterinnen und -Schiedsrichter, die bei der erstmals ausgerichteten DFB-Aktion „Danke, Schiri“ in verschiedenen Altersklassen und Kategorien zu Siegern gekürt wurden. Aus dem SHFV gehörten Hildegard Sauthof (KFV Steinburg), Jürgen Kuhr (KFV Dithmarschen) und Stefan Wiese (KFV Neumünster) zu den glücklichen Gewinnern. Und obwohl sich fast alle Unparteiischen in Hannover das erste Mal im Leben über den Weg liefen, obwohl zwischen den jüngsten und ältesten Siegern mehr als 50 Jahre Altersunterschied lagen – man hatte den Eindruck, bei einem großen Familientreffen dabei zu sein.

Die hochkarätig besetzte, zweitägige zentrale Ehrungsveranstaltung des Deutschen Fußball-Bundes fand in der niedersächsischen Landeshauptstadt statt. Die DFB-Schiedsrichterkommission um den Hauptverantwortlichen Lutz Wagner hatte nämlich den Vorsitzenden des NFV-Verbandsschiedsrichterausschusses Wolfgang Mierswa (Uetze) beauftragt, zusammen mit Kollegen aus anderen Landesverbänden ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Mierswa leitet bei der DFB-Schiedsrichterkommission die Arbeitsgemeinschaft (AG) Öffentlichkeitsarbeit.

Bei der Aktion „Danke, Schiri“, die der DFB, unterstützt von der DEKRA, ins Leben gerufen hat, gibt es pro Landesverband drei Sieger: Einen „Oldie“ (Jürgen Kuhr), einen Unparteiischen in der Altersklasse 20 bis 45 Jahre (Stefan Wiese) sowie eine Schiedsrichterin (Hildegard Sauthof). Es sind langjährig aktive Schiedsrichter an der Basis, die sich durch besonderes Engagement und ganz besondere Verdienste auszeichnen und als Vorbilder wirken. Und so ließ es sich der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichter-Kommission Herbert Fandel (Kyllburg) nicht nehmen, die Ehrungen „seiner“ Schiedsrichter in Hannover höchstpersönlich vorzunehmen. Fandel: „Wir Schiedsrichter, von der Spitze bis zur Basis, sind eine große Familie.“
Das kam auch bei den drei Siegern des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes sehr gut an: Die Preisträger waren sichtlich bewegt und sehr glücklich, als sie auf der Bühne im Hotel Hennies in Hannover die Glückwünsche vom ehemaligen FIFA-Schiedsrichter und Weltklasse-Referee Herbert Fandel entgegennahmen und für ihre jahrelangen Verdienste im SHFV für das Schiedsrichterwesen ausgezeichnet wurden.

Und auch Bundesliga- und FIFA-Referee Wolfgang Stark (Ergolding), der als Überraschungsgast nach Hannover gekommen war, schüttelte den drei Gewinnern aus Schleswig-Holstein und den anderen Siegerinnen und Siegern aus ganz Deutschland mit einem gut-bayerischen „Grüß Gott“ die Hand.
WM-Schiedsrichter Stark, der am folgenden Sonntag die hochspannende Bundesliga-Partie zwischen Hannover 96 und Schalke 04 (2:2) leitete, betonte die großen Verdienste, die „gerade die Schiedsrichter in den Amateurklassen an der Basis haben“. Eine für Wolfgang Stark nach eigenen Worten „ganz besondere Ehre“ war es, dass er bei der Erstliga-Begegnung zwischen den 96ern und Schalke ein Trikot anziehen durfte, auf denen die Namen aller 63 Danke-Schiri-Sieger standen. Und mit den Worten „Wir Schiedsrichter sind eben eine Familie, und ich freue mich sehr, gemeinsam mit Euch in Hannover zu sein“ zeigte sich denn auch Spitzenschiedsrichter Stark merklich bewegt.

Mirka Derlin: 4. Offizielle vor 12.000 Zuschauern

Eine besondere Ehre wurde Schiedsrichterin Mirka Derlin aus der Leistungsklasse I des SHFV zu teil. Die 26-Jährige war für das Frauen-Länderspiel zwischen Deutschland und Schweden (1:0) am 26. Oktober am Hamburger Millerntorstadion als 4. Offizielle nominiert. Die Geschehnisse rund um das Länderspiel schildert Mirka Derlin in ihrem Erlebnisbericht:

Mirka Derlin (links) zusammen mit dem Gespann um Schiedsrichterin Efthalia Mitsi aus Greichenland (2.v.r.) in der Kabine. Foto: Byernetzki„Der 26. Oktober 2011 war ein ganz besonderer Tag in meiner Schiedsrichterlaufbahn. Ich war für das Freundschaftsspiel zwischen den Frauennationalmannschaften von Deutschland und Schweden am Millerntor als 4. Offizielle nominiert.
Als Schiedsrichterin fungierte in diesem Spiel die griechische Schiedsrichterin Efthalia Mitsi, die an den Linien von meinen deutschen Schiedsrichterkolleginnen Inka Müller-Schmäh aus Berlin und Marija Kurtes aus Düsseldorf unterstützt wurde.
Nach meiner Ankunft um 15.00 Uhr im Hotel, rund drei Stunden vor dem Anstoß, tranken wir eine Kleinigkeit und zogen uns bereits zur ersten Absprache zurück. Für mich gab es an dem Tag mehrere Premieren, z.B. die Gespannabsprache auf Englisch und die Headset-unterstützte Kommunikation.  Um ca. 16.15 Uhr wurden wir abgeholt und zum Stadion gefahren. Meine Aufregung wuchs, schließlich waren die ersten Zuschauer auch schon da. Bei der Platzbegehung unterhielten wir uns über weitere Details aufbauend auf der Absprache im Hotel. Die meisten Aspekte wie z.B. Zeitpunkt der Ausrüstungskontrolle und des Auflaufens waren bereits in einem Protokoll festgelegt. Schließlich wurde uns der Verantwortliche fürs Fernsehen vorgestellt - die Partie wurde live im TV übertragen.

DFB und SHFV sagen: „Danke, Schiri!“

Mirka Derlin als 4. Offizielle für A-Länderspiel in Hamburg nominiert

Schiri Alexander Hahn im Radio-Interview

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