Streetsoccer - "Back to the Roads"

Ballzauber zwischen Banden

Thomas „Icke“ Häßler war einer, Mehmet Scholl auch. Wenn in der jüngeren Vergangenheit von echten Straßenfußballern die Rede war, spielte stets auch eine Spur Wehmut mit. Es gebe heutzutage leider noch kaum jemanden, der beim Kicken auf Straßen, Parkplätzen, Schul- und Hinterhöfen das Fußball-ABC erlerne, hieß es häufig, wenn es um die Nachwuchsausbildung ging. Dabei sei das die beste Schule, um das Handwerkszeug mit dem Fuß zu erlernen.

Wer die „Gattung Straßenfußballer“ vom Aussterben bedroht sah, darf aufatmen: Seit einiger Zeit gibt es hierzulande zahlreiche Veranstaltungen, Turniere und Ligen, bei denen sich Ball-Talente austoben können, ohne dass sie in verkehrsberuhigten Straßen auf die Suche nach den letzten Nischen gehen müssten. Viele Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes, so auch der SHFV,  vermieten Anlagen, in einigen haben sich sogar regelrechte Serien etabliert. Ob Marktplätze, Einkaufsstraßen oder Höfe – die Arena auf Asphalt lebt, die Athleten im Teenager-Alter sind begeistert vom Streetsoccer-Angebot.

Dass dies auch so bleibt, ist zu erwarten und liegt an mehreren Faktoren. Das Regelwerk ist einfach, aber auch variabel: Ein Spiel kann zwischen zehn und 15 Minuten dauern, ein Team aus vier bis acht Spielern bestehen; es wird mit Bande, aber ohne Abseits gespielt. Wichtig ist auch die mobile Einsatzmöglichkeit der Streetsoccer-Anlagen. Die leichten, zugleich jedoch äußerst stabilen Konstruktionen bestehen aus Aluminiumgestänge und Bandenelementen mit integrierten Toren und können sowohl draußen wie Indoor einfach aufgebaut werden.

In der Regel haben die Streetsoccer-Mannschaften fantasievolle Namen, heiße Musik und fetzige Rhythmen beflügeln die Kicker und animieren das Publikum. Ballzauber zwischen den Banden – der ideale Spielplatz für die Häßlers und Scholls von morgen. (Quelle: DFB, www.dfb.de)

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