Hertha BSC gewinnt DFB-Ü 40-Cup in Berlin

Drei Tage DFB-Ü 40-Cup in Berlin. Drei Tage Rundumversorgung und Bedingungen auf Profiniveau für die besten etwas älteren Fußballspieler der Nation. Das jährliche Turnier der zehn besten Ü 40-Mannschaften aus ganz Deutschland hat im weiter wachsenden Altherrenbereich einen hohen Stellenwert erreicht. Der DFB-Ü 40-Cup in Berlin ist das Wembley des Altherrenfußballs – schlicht der Ort, wo man hin will.

Den Titel gewann am Sonntag Lokalmatador Hertha BSC - die Berliner setzten sich im Elfmeterschießen des Finales 4:2 gegen Hannover 96 durch. Den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion konnte die Hertha noch nie gewinnen. Nun holte man sich zumindest den „Altherren-Titel“ in Berlin.

Der SHFV-Meister Raisdorfer TSV konnte sich  leider bei der voran gegangenen Norddeutschen Meisterschaft nicht durchsetzen und musste u.a. dem Finalteilnehmer Hannover 96 den Vortritt lassen. Doch schon im nächsten Jahr wird ein neuer Versuch gestartet werden einen SHFV-Vertreter nach Berlin zu bringen und generell soll der Spielbetrieb im Ü 40-Bereich weiter ausgebaut werden.

Denn es gibt schließlich gute Gründe für das umfangreiche Engagement des DFB und seiner Landesverbände beim Fußball für Ältere. „Unsere Aufgabe lautet, Wettbewerbe für Fußballer anzubieten. Es gibt heute schon viele ältere Spielwillige, und morgen werden es noch weitaus mehr sein. Der DFB-Ü 40-Cup ist die konsequente Fortführung unseres Grundauftrags als DFB“, erklärt Klaus Jahn, Vorsitzender des Ausschusses Freizeit- und Breitensport. Weit über 20.000 Altherren-Mannschaften, so die Schätzung, gibt es in Deutschland, die Zahl der Aktiven Ü 40-Kicker dürfte im Bereich von einer halben Million Spielern liegen.

Gesellschaftlich lag der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung vor zehn Jahren noch bei 24,2 Prozent. Für 2050 wird ein Anteil von 52,6 Prozent erwartet. Mehr als jeder zweite Mensch in Deutschland wird 65 Jahre oder älter sein. Um auf diesen Wandel bewusst zu reagieren, gibt der DFB Impulse an seine knapp 26.000 Vereine – nicht zuletzt durch die jährliche Ausrichtung des DFB-Ü 40-Cup.

Dabei bleibt man lernwillig. „Das im vergangenen Jahr eingeführte Grätschverbot hat sich bewährt. Wir verzeichnen weniger Verletzungen und die Spiele laufen flüssiger“, sagt DFB-Vizepräsident Rolf Hocke. „In diesem Jahr haben wir die Teamkader noch mal um zwei Spieler aufgestockt, weil die Belastung eben doch sehr hoch ist.“ Um noch mehr über die Chancen und Risiken des Altherrenfußballs zu lernen, nahm ein Team der Universität Saarbrücken Blutproben der Spieler. Die Ergebnisse dienen der Studie „Prävention durch Fußball im Altherrenbereich“ von Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer, die noch im Herbst erscheinen wird.

Weitere Informationen zum DFB-Ü 40-Cup 2010 finden Sie auf www.dfb.de, sowie einen Filmbeitrag auf DFB-TV.

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